LLL - Der Urlaub, der Wein und die Laufstrecken – Interessen ändern sich
Vor ein paar Tagen waren wir wieder einmal in unserem Lieblingsurlaubsland Österreich. In den letzten 25 Jahren waren wir regelmäßig mehrere Male im Jahr in verschiedenen Gebieten dieses schönen Landes. Ohne zu übertreiben, können wir behaupten, sehr viel von der Alpenrepublik zu kennen. Großen Anteil daran haben langjährige Freunde aus Vorarlberg.
Anfang September, eine feine Zeit, um in Tirol wandern zu gehen, dachten wir uns. Es war Corona bedingt unser erster Urlaub in diesem Jahr, dementsprechend hoch waren unsere Erwartungen. Auch dieses Mal hatten wir nur angenehme, sehr schöne Erlebnisse und haben uns prächtig erholt.
Aber etwas war auch diesmal – wie schon in den vergangenen 2 Jahren – anders als zuvor.
Bis vor einigen Jahren war ich bekennender Wein-Fan. Ja, sicher kann ich ohne Übertreibung auch sagen, ein Weinkenner. Immerhin hatte ich in der länger zurückliegenden Zeit sogar eigene Weinverkostungen mit Freunden und Bekannten durchgeführt. Natürlich war in jedem Urlaub die Suche nach schönen Weinlokalen, Buschenschänken und Ähnlichen sehr wichtig. Diese Suche begann bereits in der Heimat bei der Urlaubsplanung. Der Urlaub schien erst gelungen, wenn diese vor Ort gefunden waren und guter Wein verkostet werden konnte, wenn nicht, war meine Stimmung im Keller. Kleine Wanderungen wurden auch akzeptiert, waren aber immer nur Nebensache.
Seit gut 2 Jahren trinke ich nun keinerlei alkoholische Getränke und betreibe als Laufrentner ambitioniert den Laufsport. 4 bis 5 Mal in der Woche laufe ich täglich durchschnittlich 10 km. An den Wochenenden werden es auch schon mal bis zu 20 km lange Einheiten. Das Laufen gehört für mich einfach dazu. Und so packe ich mittlerweile vor Urlaubsantritt meine große Sporttasche mit diversen Laufutensilien. Und wehe, es fehlt etwas. Im Urlaub angekommen, studiere ich Kartenmaterial und erkundige mich bei der jeweiligen örtlichen Touristeninformation nach geeigneten Laufstrecken! Meine Jutta hat inzwischen einen sehr guten Blick dafür und freut sich mit mir, wenn sie einen guten Tipp für mich hat.
Die Interessen und die daraus entstehenden Freizeitgestaltungen sind etwas sehr Individuelles und können sich, so wie bei mir, innerhalb weniger Jahre völlig gegensätzlich entwickeln. Das Wichtigste dabei ist, es sollte Spaß machen. Mir macht es viel Freude und ich hoffe auf noch viele schöne Laufurlaube.
Neben meinen regelmäßigen Läufen wird das Wandern von Jutta und mir inzwischen auch recht intensiv betrieben. Wir haben in den Tagen in Tirol einige sehr schöne Almhütten besucht, aber nicht per Lift, sondern zu Fuß und das nach meinen Läufen. Natürlich wurde auch mehrmals Kaiserschmarren, die Süßspeise mit Suchtpotenzial, verkostet. Wir können uns das durch unser umfangreiches Bewegungsverhalten jetzt hin und wieder problemlos leisten!
